Tauchen in Indonesien


Raja Ampat, Komodo, Sulawesi und mehr...


Die Präsidialrepublik Indonesien mit ihrer Hauptstadt Jakarta und einer Fläche von knapp 2 Mio. km² und ca. 240 Mio und ist damit der größte Inselstaat der Welt. Einwohnern, verteilt sich auf etwa 17.500 Inseln (davon sind nur rund 6.000 Inseln bewohnt). Zu den Hauptinseln Indonesiens gehören Sumatra, Java, Sulawesi, die Westhälfte Neuguineas (West Papua) (Süd)Borneo und die Molukken. Indonesien ist ein unglaublich vielseitiges Land mit über 300 verschiedenen Völkern (die größten sind die Javaneser, die Sundanesen und die Malaien), davon sind knapp 90 % sind Muslime. Mehr als 30 % der Indonesier bezeichnen sich als Abangan, das bedeutet, sie sehen sich nur nach dem Papier als Muslime. Indonesien ist reich an natürlichen Bodenschätzen (Kupfer), knapp die Hälfte der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft beschäftigt. Exportartikel sind Reis, Erdnüsse, Kakao, Kaffee, Fleisch, Palmöl und Holzprodukte.

Der Regenwald Indonesiens gilt als der artenreichste in der ganzen Welt. Allerdings wird er so schnell vernichtet wie sonst nirgends, etwa 88 % des Holzes werden illegal geschlagen. Dieser dramatische Trend spiegelt sich auch am Zustand des Artenbestandes wieder, Indonesien hat die längste Liste an vom Aussterben bedrohter Arten. In den Regenwäldern findet man noch freilebende Säugetiere wie Elefanten, Tiger, Tapire und Orang Utans (speziell auf Borneo). In Indonesien leben nach WWF Angaben rund 75 % aller bekannten Korallenarten und mehr als 3.000 Fischarten.

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Indonesien zählt zu den größten Regenwaldgebieten der Welt. In den meisten Gebieten ist ein immerfeuchtes Tropen-Klima bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 95 % und es kann durch die vorherrschende Windstille ziemlich schwül werden. Die Temperaturen schwanken kaum und liegen im Mittel bei 25 – 27 °C. Von Juni bis September herrscht ein trockenes Klima mit wenig Regen und von Dezember bis März bringen die Monsunwinde feuchte Luftmassen und viel Niederschlag. In manchen Regionen wie Java, den kleinen Sunda Inseln und den Aru Inseln können die Temperaturen aufgrund des Monsuns schnell mal innerhalb von 24 Stunden von 6 °C bis 12°C schwanken.

Das Archipel ist Teil des pazifischen Feuerrings (Vulkanggürtel), der sich von Indonesien über die Philippinen und Neuseeland bis auf die andere Seite des Ozeans zur Westküste der USA und Südamerika zieht. Es ist aber entgegen der öffentlichen Meinung kein geschlossener Ring. Speziell für Indonesien bedeutet es eine hohe Ansammlung von teils aktiven Vulkanen, eine erhöhte seismische Aktivität von Erdbeben und ein allgegenwärtiges Risiko von Tsunamis.

Tauchen in Indonesien


Indonesien bietet eine unglaubliche Fülle an unterschiedlichen Tauchrevieren wie kaum ein anderes Land.

Das Maratua Atoll, im Landesteil Kalimantan von Borneo, besticht durch seine Vielseitigkeit an Steilwänden mit wunderschönen Riffdächern und einer Menge an Crittern, sowie Schildkröten „en masse“ an „Turtle Traffic“, dem „Channel“ an Maratua selbst, einem herausragenden Kanal Tauchplatz, an dem einfach alles vorbeiziehen kann, Tauchplätzen mit Chancen auf Fuchshaie und anderen Haiarten, sowie dem einzigartigen Jelly Fish Lake auf Kakaban, in dem man mit nicht nesselnden Quallen schwimmen kann.

Zwischen Maratua und Festland lockt die Insel Derawan mit guten Critter- und Muck Tauchplätzen und seit kurzem ist es möglich, an Bagans, Fischerplattformen, im Berau Delta mit Walhaien auf Tuchfühlung zu gehen.

Bali ist die touristisch am besten erschlossene Region in Indonesien und bietet in erster Linie dem Makro Liebhaber viele Tauchplätze. Aber in Bali hat man auch Chancen auf Großfisch: Vor allem zwischen Mai und Oktober trifft man häufig auf Mondfische bei Nusa Penida. Noch nicht so überlaufen ist die Gegend im Nordwesten, in der sich einige schöne und ruhig gelegene Tauchresorts befinden. Nur einen Steinwurf vom Tama National Park liegt die kleine Insel Menjangan, auf denen sogar noch einheimische balinesische Rehe leben. Steilwände warten mit großen Gorgonien, farbenprächtigen Schwärmen an Riff-Fischen, sowie unterschiedlichen Haiarten, wie graue Riffhaie und Weißspitzen, auf.

Eine Tauchsafari im Komodo Nationalpark besticht nicht nur durch die berühmten Riesenechsen, die dort heimisch sind, sondern auch durch eine intakte Korallenwelt. Vom Makrobereich, riesigen Fischschwärmen und Mantas bis hin zu grauen Riffhaien, ist hier alles vertreten. Über Wasser ragen hunderte von kleinen, grünen Hügeln aus dem Wasser und bieten einen einmaligen Anblick im Postkarten Format.

In Nord Sulawesi rund um Manado liegen zwei weitere Hotspots für uns Taucher: der Bunaken Nationalpark und die Lembeh Strait, welche sich auch gut kombinieren lassen. Bekannt ist die Gegend um die Inseln von Bunaken und Siladen für die gewaltigen Abbruchkanten unter Wasser, die sich bis auf eine Tiefe von 1.840 Metern erstrecken. Der Marine Park ist bekannt für sein reichhaltiges Makro-Leben und zeichnet sich vor allem durch Wandtauchgänge aus, die reich an Hart- und Weichkorallen sind. Pelagische Arten wie Riffhaie (schwarze Spitze, weiße Spitze), Adlerrochen, Barrakudas, Thunfische, Napoleon und Schildkröten sind ebenfalls anzutreffen. In der weltbekannten Lembeh Strait, eine Wasserstraße zwischen den Inseln Lembeh und Sulawesi, schlägt das Herz der Makrofans schneller. Der schwarze Vulkansand birgt erstaunlichste Arten von Crittern und Kleinstlebewesen. Selbst Kamera-Teams von bekannten Dokumentationen, wie z.B. der blaue Planet, verweilten tagelang unter Wasser, um das Treiben der Tiere vor die Linse zu bekommen.

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Für die Entdecker unter uns Tauchern wartet im Süden Indonesiens mit Pulau Alor ein Tauchgebiet, das seinesgleichen sucht. Hier trifft man noch auf das ursprüngliche Indonesien mit rauchenden Vulkanen, einer geringen Bevölkerung, traumhaft einsamen Stränden und einer üppigen Vegetation unter Wasser. Vom Kleinsten bis zum Großen kann unter Wasser alles dabei sein. Mit ein bisschen Glück sogar Hammerhaie, Fuchshaie und Grauhaie. Offizielle Studien haben bestätigt, dass die Wasserstraße zwischen den Inseln Pentar und Alor ein Hotspot für Wale ist und vor kurzem haben sich im Norden Alors Dugongs niedergelassen.

Im Norden von Indonesien liegen die Molukken, ein weiteres Archipel, welches einiges an Potential für uns Taucher bereit hält. Speziell die Region um Halmahera steckt taucherisch noch in den Kinderschuhen und man kann so ziemlich alles unter Wasser antreffen. Große Schwärme von Makrelen und Büffelkopf-Papageifischen, sowie diverse Arten von Riffhaien bis hin zu „walking sharks“ am Hausriff wurden bereits gesichtet. Bislang sind einige Tauchplätze bereits kartografiert, jedoch bieten die Tauchertraum Partner vor Ort die Möglichkeit, zusammen mit den Gästen aktiv neue Tauchplätze zu entdecken. Durch die Abgeschiedenheit der Region können Sie mit Sicherheit damit rechnen, dass Sie weit und breit der einzige Taucher mit Ihrem Buddy sein werden.

Im Westen von Indonesien erstreckt sich eines der artenreichsten und intaktesten Unterwasserlandschaften dieses Planeten, Raja Ampat. Man findet unberührte Tauchplätze, die nur so vor Leben strotzen. Pygmäenseepferdchen, Geisterfetzenfische und tausende von Nacktschnecken begeistern beinahe jeden Taucher. Große Chancen hat man zudem auf große Schulen von jagenden Tunas, Mantas, Mobulas und vielen Haiarten, wie Gitarrenhaie, Ammenhaie und Wobbegongs. Wale werden ab und zu auch gesichtet.

Im Westen Papuas - geographisch etwas südlich von Raja Ampat - gewinnt gerade die Triton Bay in der Region Kaimana immer mehr Aufmerksamkeit. Die Triton Bay ist ein großes Naturschutzgebiet und manche Taucher nennen es liebevoll „the last best place“. Aktuell sind bereits einige Tauchplätze erkundet, aber es gibt noch viel zu entdecken. Alle Tauchgebiete sind intakt mit kunterbunten Korallengärten, unzähligen Fischschwärmen und Weichkorallen, soweit das Auge reicht. Wobbegongs, „walking sharks“, gewaltige Zackenbarsche und Autobahnen von Riff-Fischen kreuzen den Weg unter Wasser. Ein Highlight der Triton Bay sind auch die guten Chancen auf Walhaie, die in einer vorgelagerten Bucht an den sogenannten Bagans (schwimmenden Fischerplattformen) durch das nächtliche Fischen von Anchovies, angezogen werden.