Bohol


Sucht man im Internet nach den „5 must visit“ Reisezielen, werden einem immer die sogenannten „Chocolat Hills“ von Bohol angezeigt. Dieses bizarre Gebiet mit insgesamt 1268 kegelförmigen Kalksteinhügeln liegt im Süden der Insel Bohol. Auf diesen Hügeln hat sich eine widerstandsfähige Grasvegetation breit gemacht, die sich in der Trockenzeit braun färbt und die Hügel schokoladenbraun aussehen lässt. Die Insel Bohol befindet sich im Zentrum der Visayas, umgeben von Luzon im Norden und südöstlich von Cebu. Wie die Formationen rund um das Gebiet der „Chocolat Hills“ ist der Rest der Insel durchweg hügelig und aus Kalkstein. Sandstrände gibt es bis auf Bohol kaum, aber in der Region Anda im Süden zeigen sich diese von der allerbesten Seite mit türkisblauem Wasser. Im Gegensatz zu Luzon und den nördlichen Teilen wird Bohol äußerst selten von zerstörerischen Taifunen heimgesucht.

Das Land hat einiges zu bieten und so kann man sich mit einem der bunten Jeepnie (einheimische Taxis) zu einen der vielen Nationalparks, wie den „Rajah Sikatuna“ Nationalpark, die „Hindanan“ Küste, zum „Tuntunan“ Wasserfall, sowie zu den „Mag-Aso“ Fällen bringen lassen. Auf der Insel Panglao befindet sich die Grotte „Hinagdanan“ mit einem unterirdischen See. Aber auch kulturell hat die Insel einiges zu bieten, die alten Gebäude aus der spanischen Kolonialzeit sind sehenswert, ebenso altehrwürdige Klöster, wie die „Baclayon Church“ oder die „San Pedro Apostol“, um nur einige zu nennen.

Wie die gesamten Philippinen liegt Bohol im pazifischen Feuerring und es können Vulkanausbrüche und Erdbeben vorkommen. Von November bis April ist das Klima mild mit Temperaturen um 28 °C und geringen Schauern. Der eigentliche Sommer dauert von Mai bis Juli und bringt höhere Temperaturen und eine höhere Luftfeuchtigkeit mit sich. Aber generell muss man sagen, dass das Wetter in der Region sehr unvorhersehbar ist und speziell in den Brückenmonaten kaum eine Wetterprognose (im positiven wie im negativen) Stand hält.


Die interessanten Tauchplätze auf Bohol konzentrieren sich auf den Süden der Insel. Die komplette Küste entlang erstreckt sich eine Steilwand mit spannenden Tauchplätzen. Die meisten davon sind innerhalb von einer Stunde mit dem Boot zu erreichen. Im ca. 3 – 6 Meter flachen türkisklaren Wasser findet man kunterbunte Weich- und Hartkorallen. Die Steilwände beherbergen intakte Korallengärten mit wunderschönem Bewuchs, Muck Plätze, kleine Höhlen, Mangroven und zwischendurch findet man auch immer wieder lebendige Sandböden. Dabei bekommt man Makrelenschwärmen, Drückerfische, Papageienfische, Schildkröten, Igel-, Kugel- und Kofferfische, Mandarinfische, zahlreiche Nacktschneckenarten, diverse Arten der Oktopus-Familie, gelegentlich Barrakudaschwärme, Adlerrochen und mit viel Glück Walhaie vor die Tauchmaske.

in Highlight ist die vorgelagerte Insel Camiguin. Ortsansässige Tauchschulen organisieren öfters Tagestrips auf die über 50 km entfernte Insel. Aber eine Reise lohnt sich, denn nicht nur der Anblick des Vulkans auf der Insel ist bestechend, sondern die Chance auf größere Tiere, wie Walhaie und Mantas, ist recht hoch.
Bohol liegt außerhalb des Taifun-Gürtels und ist deshalb für ganzjähriges Tauchen geeignet. Die Wassertemperatur liegt das ganze Jahr zwischen 25 und 30°C. Die Sichtverhältnisse sind normalerweise gut bis sehr gut.

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