Malapascua


Eine charmante Insel mit Großfisch Magnet

Die traumhaft gelegene Insel Malapascua ist mit einer Länge von 2 km und einer Breite von nur 800 Metern deutlich kleiner als die 8 km entfernte Insel Cebu. Auf der Insel leben rund 4.000 Einwohner und die Haupteinnahmequelle kommt immer mehr aus dem Tourismus. Der Name der Insel, so sagen es die Einheimischen, bedeutet aus ihrer Sprache übersetzt: „schlechtes (mala) Weihnachten (pascua)“. Eine alte Geschichte besagt, dass 2 spanische Männer mit ihrem Boot an Weihnachten 1520 auf der Insel strandeten. Es gab eine Chance die Insel noch vor dem Fest zu verlassen und somit blieb den beiden nichts anderes, als sich mit einem nicht so schönen Weihnachtsfest zu begnügen. Der ursprüngliche Name ist eigentlich Avila, benannt nach dem größten Ort im Norden der Insel. Aufgrund der Popularität der Insel sagen manche bereits, dass sich das kleine Paradies zu einem nächsten Boracay entwickelt. Aktuell ist die Insel aber noch lange nicht so überlaufen und der Insel Vibe ist auf jeden Fall noch vorhanden. Ob sich dies in der Zukunft ändern wird, kann man noch nicht abschätzen, jedoch ist ein Besuch aktuell noch lohnend. Am langen Bounty Beach im Süd-Osten der Insel findet man eine große Auswahl an unterschiedlichsten Resorts, Restaurants und Bars unter Palmen gelegen - durchaus kann man dort auch mal die Nacht zum Tage machen.

Die Infrastruktur ist zudem noch in den Kinderschuhen. Öfters gibt es Stromausfälle, auf den sandigen Straßen fahren ausschließlich Motorräder der Einheimischen, die meisten Duschen laufen mit Salzwasser und gibt es noch keinen Geldautomaten. Wem das Geld ausgeht, kann sich an ausgewiesenen Hotels Bargeld beschaffen (leider dann mit sehr hohen Gebühren verbunden). Dafür hat man auf der Insel die großartige Möglichkeit, relativ schnell auf Tuchfühlung mit den sehr gastfreundlichen Einheimischen zu kommen. Verlassen Sie dazu einfach das Resort oder ihr Hotel und sprechen Sie einen der Einheimischen an – Englisch ist auf den Philippinen sehr verbreitet. Neben Tauchen kann man sich auf der Insel mit Massagen verwöhnen lassen, an verschiedenen Touren zu der benachbarten Insel teilnehmen oder die Insel bequem zu Fuß in 2 Stunden umrunden.

Das Wetter auf Malapascua ist normalerweise immer ausgewogen mit Temperaturen zwischen 25° und 27 ° Celsius. Es kann das ganze Jahr über getaucht werden, obwohl man in den Monaten zwischen Mai und Dezember mit Taifunen rechnen muss. Diese fallen aber aufgrund der geographischen Lage nicht so heftig aus wie vergleichsweise auf Cebu oder Leyte.


Neben den für die Philippinen typischen wunderschön bewachsenen Korallengärten bietet Malapascua auch Tauchplätze, die eine reelle Chance auf Großfisch versprechen. Der bekannteste davon ist die ca. 8 km östlich liegende „Monad Shoal“. An dieser Untiefe erhebt sich der Meeresboden aus über 200 Meter Tiefe bis ca. 15 Meter unter die Oberfläche. Besonders bei Tauchgängen am frühen Morgen werden dort regelmäßig die scheuen Fuchshaie gesichtet. Aber auch Mantas sind häufige Gäste dort. An der benachbarten „Kimud Shoal“ besteht besonders in den trockenen Monaten März bis Mai auch die Möglichkeit Hammerhaie zu sehen.

Fuchshai
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philippinen porzelankrabbe

Ein weiter Top-Tauchplatz ist Gato Island, ca. 16 km nördlich von Malapascua. Die als Schutzgebiet deklarierten Riffe um die Insel beherbergen eine große Vielfalt an marinem Leben. Bekannt ist Gato Island für seine reichen Vorkommen an gebänderten Seeschlangen. Diese äußerst friedfertigen Geschöpfe sind dort fast bei jedem Tauchgang anzutreffen. Aber vorsichtig ist angebracht, da ein Biss dieser Spezies sehr giftig bis tödlich ist. Ebenso trifft man häufig auf Sepien, Anglerfische, bizarre Geisterpfeifenfische, Großaugen-Makrelen und Blaupunktrochen. Für Makrofans hält Gato eine schier unendliche Vielfalt an Nacktschnecken, diversen Garnelenarten und Seepferdchen bereit. Gute Augen entdecken dort sogar Pygmäen-Seepferdchen. Aber auch Großfisch-Fans kommen auf ihre Kosten. Um die Insel herum patrouillieren zahlreiche Weißspitzen-Riffhaie. Man findet sie aber auch oft schlafend unter diversen Felsvorsprüngen oder in dem Tunnel, der die gesamte Insel durchzieht und der auch durchtaucht werden kann. Mit etwas Glück findet man aber auch mal einen Bambus- oder Katzenhai.
Ein weiteres Highlight ist der Tauchpatz „Lighthouse“. Hier trifft man täglich in den späten Nachmittagsstunden auf den vielleicht schönsten Fisch der Welt: den Mandarinfisch. Dehnt man den Tauchgang bis in die Dunkelheit aus, so bekommt man auch noch verschiede Krabbenarten und Garnelen zu Gesicht und mit etwas Glück auch den seltenen Blauring-Oktopus.